Finnisch Lappland

Reisezeit: 25. Februar - 03. März 2020 Wetter: Sonnig, bewölkt, Schnee -14° bis - 25°C Gefahrene Kilometer: 3‘920km Manchmal fragen wir uns: Gibt es das Paradies auf Erden? Wir fahren durch verlassene, tiefverschneite Gegenden und erreichen Finnisch Lappland. Im Winter verwandelt sich die Landschaft in ein Wunderland. Selbst als Erwachsener verspürt man noch den Drang sich auf die Suche nach dem Weihnachtsmann und seinen Rentieren zu begeben.
In Kilpisjärvi verbringen wir einige Tage - wandern über den gefrorenen See und geniessen die Ruhe nach dem touristischen Tromsö.
Die Natur vollbringt Kunstwerke in der Kälte, es ist -25,5° C.
In Leppäjärvi finden wir unser „Paradies“. Wälder bis zum Horizont, aus denen sich Hügel wie weisse Walrücken heben. Wind, der unentwegt bläst. Und sonst? Stille. Nichts als Stille.
Der Aufstieg auf den Fjell ist mühsam. Doch wer hier, 250 Kilometer nördlich des Polarkreises, in Finnisch-Lappland auf einem der vielen Hügel steht und über die Weiten blickt, fühlt sich am Anfang und am Ende der Welt zugleich.
Eine Kälte, die in der Nase schmerzt und Türklinken in Sekunden an den Fingern festfrieren lässt. Zum Glück haben wir genügend Salben, die die Wunden schnell wieder heilen.
Heute besucht uns ein Musher mit seinem Huskygespann.
Und schon ist er wieder unterwegs im heftigen Schneegestöber- in die grosse Natur, in der wir winzig klein werden.
Wir bleiben zurück mit dem Nordlicht, das als smaragdener Schleier über den Himmel zieht und uns verzaubert. Wir möchten an keinem anderen Ort sein als hier: irgendwo zwischen weissen Hügeln Finnisch-Lapplands, in einer Welt, die viel grösser ist als wir.
Die Hunde wollen nur eins - weiter ziehen durch die tiefverschneite Landschaft.
© fotos & text by e + w. burger, 2019
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