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Mashhad - Yazd Reisezeit: 25. - 30. September 2019 Wetter: Sonnig, windig, heiss    28 bis 42° C  Gefahrene Kilometer: 26’239 km Wir fahren die klassische Route der Seidenstrasse durch die grosse Kavir Wüste von Mashhad über Tabas nach Yazd. Noch zu Beginn der Islamischen Republik gab es keine weitere durchgehende Strasse. Mittlerweile führen mehrere Fernstrassen und eine Eisenbahnlinie durch die Wüste.   Mashhad ist die Pilgerstätte der schiitischen Iraner. Zum Mausoleum von Imam Reza und dem dazugehörigen Heiligen Bezirk, abgekürzt Haram (verbotener Ort). pilgern jährlich über 28 Millionen Gläubige. Der Zutritt für Nicht-Muslime ist nur für wenige Bereiche gestattet. Ich fühle mich wie ein Schlossgespenst unter all den Pilgern. Wir durchqueren die Kavir Wüste. In den kleinen Wüsten Dörfern werden Weintrauben, Pistazien und Safran angebaut. Die Sonne brennt gnadenlos auf uns - wir sind dankbar, dass Anori und Crew die anspruchsvollen Tage gut überstehen. Mitten in der Wüste besuchen wir den Garten „Baq-e-Golshan“ in Tabas 3 Pelikane sind gerade mit der Morgentoilette im grossen Wasserteich beschäftigt. Das Wunderbarste, was ein Wüstenbewohner sich erträumen kann, ist ein wasserdurchfluteter, Schatten spendender, grüner Garten. Er ist nicht nur ein praktischer Ort, an dem man sich im Sommer aufhalten kann, ohne zu verglühen. Er ist nicht nur eine Augenweide, ein Ort der Ruhe und Entspannung, ein Rückzugsgebieht für Körper und Seele. Der Garten ist das Sinnbild all dessen, was die widrige Natur erträglich und das Leben angenehm macht und so den Menschen in Einklang mit seinem Schöpfer stellt. Und weiter geht es durch die Wüste. Wir geniessen die Weite und die Natur. Mitten in der Wüste steht der Feuertempel in einer Felshöhle. Seinen Namen „ChakChak“ hat er vom Geräusch des Wassers, das regelmässig aus einem Fels tropft. Zarathrustrier pilgern nach ChakChak zu ihrem Wallfahrtsort mitten in der Wüste. War es ein Traum oder Wirklichkeit? In der Stadt Yazd leben noch eine grössere Anzahl von Zarathustriern. Die Türme des Schweigens (im Hintergrund) waren die Begräbnistürme der Zarathustrier. Bis Mitter der 1960er Jahre wurden hier die Toten ausgesetzt, nachdem sie zuvor in den Gebäuden am Fusse der Hügel gewaschen und für den Übergang in die andere Welt vorbereitet wurden. Wir sitzen in der Wüste -  so vielfältig und farbig sind die vielen Erlebnisse und Eindrücke - wie dieser Sonnenuntergang …..
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